Südmeerkampagne – 15. Episode: Der Rote Parder

Ort der Handlung: Das Dorf der Verrückten
28. Rahja – 02. Praios

Nach dem JdF-Intermezzo der letzten Woche geht es diesmal weiter mit der Südmeerkampagne. Die Helden waren immer noch auf Maraskan und Kapitän Khodnas Han machte keine Anstalten, endlich diese nervige Insel zu verlassen, solange nicht der rätselhafte Räuber gestellt worden war, der Stück für Stück die Einwohner des Dörfchens verputzte bzw. in den Dschungel zerrte. Natürlicherweise hatte die Gruppe wenig Lust, die undankbaren und dämlichen Dorfbewohner zu schützen und schlug stattdessen eine Evakuierung vor. Sollte der Rote Parder, den man um das Dorf hatte schleichen sehen, doch ruhig ein leeres Dorf belagern, kein Problem! Ebenso natürlicherweise hatten die dämlichen Dorfbewohner keine Lust, ihr Dorf zu verlassen, so dass zu anderen Maßnahmen gegriffen werden musste.
Ein Wachposten wurde daher auf das Dach des nächsten Hauses beordert, um von dort aus die Umgebung des Nachts im Auge zu behalten, während gleichzeitig eine schlagkräftige Miliz aus drei Fackelträgern um das Dorf marschierte.
Es kam, wie es kommen musste. Ein abgehackter Trompetenstoß, der in einem unschönen Röcheln endete kündigte von der Ankunft; der fehlende Wachposten und die unmotiviert heranstolpernde Miliz von der Abreise des Parders unter Mitnahme des tapferen Trompeters. Da Fährtensuchen nicht zum Standardrepertoire eines Söldners, Haifischjägers oder Kapitäns gehörte, wurden die Spuren lediglich eine Handvoll Schritt in den Dschungel verfolgt, was immerhin noch zur Rettung des Blasinstruments führte. Der Besitzer desselbigen konnte jedoch nicht ausfindig gemacht werden.

Beim Kladj am nächsten Tag machte die Steuerfrau von Khodnas Han vage Hinweise auf unerfreuliche Ereignisse, die dieses Dorf vor ca. 40 Jahren bereits heimgesucht hatten, wollte dies jedoch erst am Abend genauer erläutern. Wen überraschte es, dass sie in der Nacht das nächste Opfer des Parders wurde, kurz bevor die Gruppe sie befragen konnte? Ausquetschen der Dorfbewohner, Schiffsleute und Ephraim dem jüngeren Älteren ergab nach mühseligem Herumgestocher und der Androhung von Schlägen durch Tjalf, dass zu dieser Zeit, als auch der Thorwalerschmied an den Strand des Dorfs geschwemmt wurde, eine Diebesbande die Gegend unsicher gemacht hatte, die allerdings von den Gardisten in einem Tal in der Nähe aufgespürt und getötet werden konnte. Kein definitiver Parderhinweis, aber zumindest etwas, was man im Hinterkopf behalten konnte. Tagsüber suchte Tjalf noch den Schmied auf, konnte von ihm jedoch auch keine verwertbaren Informationen erlangen. Dafür gelang es ihm jedoch, ins Bett der Schmiedetochter zu kommen. Tjalfs Charme kann sich eben kaum eine Frau widersetzen!

Für den nächsten Abend wurde ein neuer Plan ausgeheckt. Ha, hier waren noch genug Dorfbewohner, um dieses Spiel eine ganze Weile zu treiben. Irgendwann würde ein Plan funktionieren, und wenn es den letzten Maraskaner kosten würde! Alternativerweise würde der Parder eventuell nach einiger Zeit die Lust auf Maraskanersnacks verlieren und sich anderen Mitternachtssnacks zuwenden. Wie auch immer, geduldiges Planen würde sicher zum Ziel führen. Dieses Mal wurden sämtliche Restbewohner in das größte Haus des Dorfes verfrachtet, vor dem Haus hielt Khodnas Han und drei seiner kleinen Piratenfreunde Wache, während die Heldengruppe im Nachbarhaus lauerte. Bei Ankunft des Parders würde man sich auf das Monster stürzen und Hackfleisch aus ihm machen.

Nach einigen Stunden drang jedoch Lärm aus dem Haus und eine Gruppe Maraskaner sowie der Thorwalerschmied lieferten sich auf dem Dorfplatz ein heftiges Wortgefecht. Nach kurzem Gehader der Gruppe ob der Dusseligkeit der Maraskaner machte sich Tjalf auf, die Situation zu „regeln“. Wüstes Herumgebrülle und -geschimpfe brachte jedoch nicht den gewünschten Erfolg, so dass schließlich Freund Schmied in seiner Schmiede anfing zu trinken, während Ghunziber, der sich selbst als „Schatten“ bezeichnete, ebenfalls im Haus der Helden übernachtete. Von der anstrengenden Diskussion geschwächt, fielen sämtlichen Wachen natürlich die Augen zu. Erst ein gewaltiges Krachen sowie Jammer und Wehklagen weckten die Helden und ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass der Parder wohl erneut zugeschlagen hatte. Diesmal war er mal lustig durch die Wand des Hauses gebrochen und hatte sich einen der Maraskaner geschnappt, dabei noch irgendwie eine Decke erwischt, die nun seinen Körper verdeckte und stand nun im Begriff, sich mit seiner Beute mal wieder in den Dschungel zu verdünnisieren. Natürlich war Khodnas Han und seine Crew nicht zu Stelle und natürlich war das Monster zu schnell, um es mit weniger als einem Pferd einzuholen. Wobei ein Pferd im Dschungel wahrscheinlich auch nicht sonderlich sinnvoll gewesen wäre. Vielleicht war es an der Zeit, Dschungelpferde zu züchten?

Genervt wurde am nächsten Tag von Tjalf dank Hammerfaust demonstriert, dass am Durchbrechen von Holzwänden nun wirklich nichts Aufsehenerregendes dran sei und das Monster wohl noch sein Fett wegkriegen würde, so man es denn bloss erwischte.
Angesichts Ghunzibers Abwesenheit während des ganzen Vorfalls keimte in der Gruppe der Verdacht, dass er etwas mit der ganzen unappetitlichen Sachen zu tun haben könnte und Yuan machte sich fachmännisch an die Verfolgung. Allerdings schrie die ganze Sache nach „offensichtlich falsche Fährte“, als sich der „Schatten“ hinter einem Baum in einen kleinen Parder verwandelte und dann suchend durch die Gegend streifte, in der das Monster in der Nacht verschwunden war.
Nach der Rückkehr sowohl Ghunzibers als auch Yuans wurde ersterer von letzterem sowie der Gruppe zur Rede gestellt und einige Stunden wirres Gestammel Ghunzibers später hatte die Gruppe verstanden, dass er wohl vom Geist des Dschungels gesegnet worden war und nun ebenfalls nach der Bestie suchte. Die höchste Tugend eines Helden ist Neugier und so wurde eine Exkursion zum Geist des Dschungels initiiert. Da Maraskan anscheinend nur eine begrenzte Anzahl an Schauplätzen besitzt, war dieser Geist in dem Nebeltal lokalisiert, dass die Gruppe bereits vor gefühlten 1000 Tagen bei der Hinreise zum Echsentempel hatte links liegenlassen. Tief in den Nebel eindringend war schon bald kein Verlass mehr auf den Gesichtssinn und die Helden mussten sich auf ihre Ohren verlassen, um der Stimme des Dschungelgeists zu folgen. Leicht erschwert wurde dies durch Tjalfs regelmässige Jähzornausbrüche, die in lautem Getröte resultierten und eine akkustische Orientierung lediglich in Yuans Fall ermöglichten. Nostromo war bald recht angepisst von Tjalf Posaunenorgan und verdrückte sich im Nebel, verbasselte aber eine Sinnenschärfeprobe nach der anderen und musste sich letztendlich mit zwei gefundenen Knochen des Echsenfriedhofs begnügen, bevor er sich Rache schwörend Richtung Tjalfs Nebelhorn aufmachte. Yuan hingegen gelangte zur Quelle der Stimme und fand einen seltsamen Baum auf einer Lichtung. Die Stimme fragte ihn nach seinen Wünschen und ihm fiel natürlich nichts Besseres ein, als sich die Schnelligkeit einer Blindschleiche und die Kraft eines Ochsenfroschs zu wünschen. Oder jedenfalls irgendeine tierische Schnelligkeit und Gewandheit. Nachdem seine Hand in die entsprechende Baumöffnung gelegt und die schwarzen Midichlorianer in seine Blutbahn injiziert worden waren, machte er sich auf den Rückweg zu seinen Gefährten. Tjalf veranstaltete immer noch einen unglaublichen Lärm und hatte mittlerweile damit angefangen, alles, was ihm vor die Füße kam, plattzutrampeln: Knochen, Würmer, Maden, kleine Tiere, Tannenzapfen, Schädel usw usw. Da sich Yuan wohl für seine Baumkuschelei schämte, gab auch er vor, den Dschungelgeist nicht gefunden zu haben, so dass man sich unverrichteter Dinge wieder auf den Rückweg ins Dorf machte.

Ergebnis:
Jedi-Yuan
Tjalf bewies neben einem starken Organ auch seine Fähigkeit als Frauenheld
Das Dorf hat einige nervige Maraskaner weniger, die Stress machen könnten

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Südmeerkampagne – 14. Episode: Durch die grüne Hölle: Die blutrünstigen Einheimischen

Ort der Handlung: Echsenziggurat, Scheissdschungel
20. Rahja – 28. Rahja

Und wie es Zeit war, hier wegzukommen! Unter einem Stein- und Staubregen, über einen schwankenden Boden hinweg kämpften sich die restlichen Überlebenden (teils getragen) in die höheren Regionen der Echsenpyramide. Da das garethische Baudezernat in diese götterverlassene Gegend noch nicht vorgedrungen war, fehlten die sonst üblichen Evakuierungspläne völlig und auch eine ordentliche Beschilderung und Beleuchtung war nicht vorhanden. Ehe man sich versah, stand man vor einer von Steinbrocken meterhoch verschütteten Türe. Hier war wohl Ende im Gelände, eine ungünstige Sackgasse, der Weg in die Freiheit versperrt. Um der gefährlichen Situation noch zusätzliche Würze zu verleihen, sprangen die magischen Sicherheitssysteme der Echsen an (pff, die Besitzer sind längst tot und jetzt will man noch was reissen? Ich würde mein Geld zurückverlangen, notfalls auch als Zombie!) und verwandelten Myrmidion in eine Maus, die sich hastig in irgendwelche Ecken verdrückte und dort nach weiteren Mäusen suchte, während Nostromo schlagartig Juckreiz an allen möglichen sowie unmöglichen Körpergegenden bekam und sich gelegentlich an der Wand schubbern musste. Angesichts eine vollständigen Mangels an Alternativen hastete die Gruppe (abzüglich der Maus, die verwirrt gegen Wände rannte, auf Schuttbergen herumkletterte und ganz allgemein im Kreis herumlief) tiefer in das Ziggurat hinein, einer Wendelrampe bis ganz nach unten folgend. Hier gelangte man in einen kubischen Raum, in dem sich ein gigantischer Steinsarkophag befand, inklusive eingemeisselter Echsenchimäre, leider jedoch kein grün-weisses Notausgangszeichen. Genauer gesagt war keine weitere Tür in diesem Grabraum zu erkennen, in der Südseite hatte sich jedoch zum Glück ein Riss in der Wand gebildet, durch den die Gruppe weiter ins Dunkle vorstieß und letzendlich in einer Höhle mit einem elendig stinkenden Tümpel landete. Jetzt fiel auch auf, dass der kleinwüchsige Pirat abhanden gekommen war und selbst eine gründliche Suche in sämtlichen Taschen und Rucksäcken konnte ihn nicht zu Tage fördern. Was war mit dem treuen Myrmidion geschehen?

Das fragte sein Mäuse-Ich sich gerade ebenfalls, als sein rückwärtiger Mäuseschwanz plötzlich zwischen zwei herabstürzenden Steinen eingeklemmt wurde. Kurz in die Pfoten gespuckt, die Mäusemuckis angespannt und mit einem Ruck und einem Heben hatte der Mäuseherkules den Stein emporgehoben und sich kurzerhand selbst befreit. So langsam setzte sein Denkvermögen auch wieder ein, die Körperteile wuchsen ebenso und schließlich stand Myrmidion in all seiner nackigen Pracht allein in dem einstürzenden Boxraum wieder, ohne Erinnerung daran, wohin seine Gefährten verschwunden waren. Als Mann des Geistes suchte er sich einen Türbogen, wo ihn die Sinne verliessen, so dass er die Rufe seiner besorgten Freunde nicht wahrnahm! Diese jedoch, von nagender Furcht gepeinigt, hatten sich wieder die Rampe hinaufgewagt und entdeckten den Zyklopäer in seiner misslichen Lage. Todesverachtend wich man den herabstürzenden Brocken aus, schwang sich Myrmidion über die Schulter und flitzte rasch die Rampe wieder hinunter! Rettung in letzter Minute, denn schon kurz darauf erschütterte ein letztes, mächtiges Beben die Pyramide, Staub schoss in den Sarkophagraum, dann herrschte eine angespannte Stille. Würde die Decke halten? War der Ausweg durch Trümmer versperrt? Würde die Gruppe sich selbst beherrschen können und den Sarkophag geschlossen lassen? Die Antwort auf all diese Fragen war ein entschiedenes „JA!“ (bzw. eine zu geringe Körperkraft seitens Yuan, der den tonnenschweren Deckel nicht beiseitegeschoben bekam. Hatten diese verrückten Echsenmenschen noch nichts von Balsaholz gehört?).

In stinkiger Atmosphäre, ohne sichtbaren Ausgang, mit einem nackten, kleinen Zyklopäer, einer schwer angeschlagenen Jägerin sowie einem blinden Piraten rastete die Gruppe erschöpft und ruhte sich aus. Am nächsten Morgen machte sich Yuan als bester Schwimmer auf, den Tümpel zu erforschen und fand einen unterirdischen, überfluteten Tunnel, der evtl. nach aussen führen würde. Die ganze Angelegenheit sah allerdings stark nach „Wir ersaufen elendig“ aus. Dies schien sich auch zu bewahrheiten, als Tjalf und Myrmidion versuchten, diesen Tunnel zu durchschwimmen. Tjalf verschwand einfach, während Myrmidion mehr als halbtot wieder zurück in die Höhle kroch. Erneut wurde gerastet und regeneriert, um schliesslich doch das Wagnis zu versuchen. Was blieb auch anderes übrig, durch massiven Fels beissen? Tjalf mit Eisengebiss hätte es vielleicht geschafft, aber er musste ja unbedingt auf Goldzähne umsteigen…
Mit viel Glück und der Hilfe Yuans, der den erneut absaufenden Myrmidion am Schlafittchen packte und durch den Tunnel schleppte, gelangte die gesamte Gruppe wieder an die Oberfläche, nur um sich in dem elendigen Gewässer vor der (ehemaligen) Echsenpyramide wiederzufinden. Tjalf hatte in der Zwischenzeit bereits eine thorwalsche Langhütte errichtet und war gerade dabei, eine Otta zu schnitzen, als endlich seine Gefährten auftauchten. Wieder wurde gerastet und Myrmidion schliesslich in ein Hemd Tjalfs gekleidet, dass bei ihm auch gut und gerne als Tunika durchging und als sich die Gruppe kräftig genug fühlte, machte sie sich an die lange Heimreise. Erster Zwischenstop war die Gruppe um Khodnas Han, dessen von Egeln (und Yuan mit Feuer zum Ausbrennen der Wunden) malträtierter Piratenkumpane mittlerweile das Zeitliche gesegnet hatte. Die verbliebene Restmannschaft kämpfte sich nun durch den pofeligen Dschungel. An einem etwas rutschigen Abhang verknackste sich Myrmidion den Knöchel, wurde ohnmächtig und es musste wieder einmal gerastet werden. Dank der ennervierend hohen Temperaturen bekam Yuan einen Hitzschlag, verlor aber zur allgemeinen Verwunderung nicht das Bewusstsein!

Stunden später gelangte man endlich ans Ende des Dschungels und lief nun durch eine grasbewachsene Steppe, die von der erfahrenen Jägerin glasklar NICHT als Messergrassteppe erkannt wurde. Das bemerkte man erst eine gute Stunde später, als die Beine zu bluten anfingen und der Zyklopäer sein kürzlich zurückgewonnenes Bewusstsein erneut verlor. Kurzerhand wurde der Kurs geändert und nach einigen Minuten gelangte man in ein ungefährliches Wäldchen, hinter dem sich eine nun ungefährliche Steppe mit normalem Gras anschloss. Einen Trinkschlauch mit Becher sowie einem bunten Tuch, das an einen Baum gebunden war, ignorierte man gekonnt und kam endlich an dem aus, was bei Maraskanern als Straße durchgeht. Khodnas Han warnte die Gruppe vor den Feinden des freien Maraskans, die hier an der Grenze ihr Unwesen trieben und schon wenige Meter später wurde eine Leiche in Spielmannsklamotten in einem Gebüsch gefunden. Weitere Spuren führten einige Meter weiter zu einer Baumgruppe, hinter der sich ein blutüberströmter, allerdings noch lebender Maraskaner versteckt hatte. Noch wirrer als seine eh schon wirren maraskanischen Vettern war kein vernünftiges Wort aus dem Verwundeten zu bekommen, der lediglich irgendwelchen unwichtigen Kram über Krallen und Augen von sich gab, so dass sich Yuan schließlich gezwungen sah, ihn mit Schnaps abzufüllen, was ihn dann bald einschlafen liess. Eine Durchsuchung der Tascheninhalte der Spielmannmaraskaner brachte einen Flugzettel ans Licht, der den lustigen Clown Bratislav Metulskie und seine vier Cousins ankündigte. Mit Hilfe sämtlicher Finger und Zehen wurde errechnet, dass demnach noch drei Cousins (oder zwei Cousins und Bratislav Metulskie) fehlten. Ratlos wurden Achseln gezuckt, an Köpfen gekratzt und sich gewundert, dann machte man sich noch einige hundert Meter weiter ins Gelände auf und schlug dort das Lager auf.

Trotz großartigem Wachehalten konnte nicht verhindert werden, dass ein Trupp Liliengardisten mit ihrem Sergeant Tulpe Nachts an das Lager heranschlich und die komplette Einrichtung umdekorierte, grüne Akzente setzte und das gesamte Flair des Lagers umstylte. Diese Liliengardisten! Bei der ganzen Aktion rutschte einem von ihnen leider ihr Sensengerät zur Gartengestaltung aus und bohrte sich unglücklich in den Bauch eines schlummernden Piraten und noch während man versuchte, sich zu entschuldigen glitten andere Waffen aus ihren Scheiden und verletzten andere Leute, so dass schließlich ein unglaublicher Tumult ausbrach. Mit Wunden gingen Myrmidion und die Jägerin recht schnell zu Boden, während sich Tjalf weitere Kerben für seinen Axtgriff verdiente. Erst hackte er dem einen Gardisten ein Loch ins Bein, dann dem anderen und beide legten sich hin und weinten gar jämmerlich. Dann wandte er sich dem dritten Gardisten zu, schlug ausnahmsweise mal… eine Wunde in dessen Bein und auch er gesellte sich zu seinen Kollegen. Aus ihrer Ohnmacht erwacht, versuchten die Jägerin und Myrmidion die verschreckten Gardisten zu beruhigen, streichelten diese aber so ungünstig mit ihren Dolchen, dass diese doch glatt verröchelten!
Der kompetente Sergeant Tulpe, der in der Zwischenzeit Nostromo und Yuan arg ins Schwitzen gebracht hatte, im Gegenzug aber auch ein paar blaue Flecken abbekommen hatte, hatte das kurze Vergnügen, Tjalf und seiner Axt vorgestellt zu werden, verlor aber dann schnell seinen Arm und fiel tot um. Leider hatte sich einer der Gardisten zwischenzeitlich erholt und versehentlich seinen Schnitter der Jägerin in den Leib gerammt, als diese ihm beim Aufstehen helfen wollte. Ganz geschockt von diesem Unglück taumelte er entsetzt zurück, direkt in die Axt von Nostromo! Was für ein Schlamassel aber auch! Endlich wurde es ruhiger und das Ergebnis des Tumults wurde offensichtlich. Neben der Jägerin hatte es auch den blinden Piraten erwischt, der, aufgrund seines fehlenden Augenlichts, irgendwie in die Waffen der Gartendekorateure getorkelt war. Die ganze gute Stimmung war dahin, am Schlimmsten war wohl Yuan dran, dessen einziges Kleidungsstück nun mit Blut, Exkrementen und Schlamm verschmiert war.

Hurtig fing man an, die Toten zu durchsuchen, vielleicht ergaben sich ja Hinweise auf die Familien der Verunglückten, denen man die Habseligkeiten zukommen lassen konnte. Ein liebevoll geschriebenes Tagebuch des Sergeanten wurde gefunden, der anscheinend ausgeschickt worden war, rebellische Vandalen zu finden, die hier in dieser Gegend ihr Unwesen getrieben und den Dschungel komplett durcheinander gebracht hatten. Yuan zeichnete sich beim Hinweise suchen besonders aus, als er allerdings auch die toten Piraten zu plündern begann, behagte dies Khodnas Han nicht so sehr. Ein Wortgefecht später stand man sich mit erhobenen Fäusten gegenüber, ein Faustgefecht später musste der Moha den Schwanz einziehen und in einer großartigen Demonstration von kindischem Trotz schmiss er das geplünderte Geld irgendwo in den dunklen Dschungel. Das waren sicher ein Dutzend Plus- und Respektspunkte beim Piratenkapitän!

Nach einer unangenehmen Nacht wurde von Yuan am nächsten Morgen kleinlaut das Geld wieder eingesammelt und dem Kapitän übergeben und im Laufe des Mittags kam die Gruppe endlich wieder im Dorf an!
Eine jubelnde Menge empfing die Helden des Ziggurats, trug sie samt Kegel der Gnade auf den Schultern ins Kloster und die unsterblichen Heroen wurden im Anschluss an eine rührende Laudatio mit Geschenken überhäuft.

Fast.

Nach unverständlichem Gerede über den zukünftigen Verwendungszweck des Kegels, der anscheinend immer noch irgendwie dem Namenlosen beeindrucken sollte, kam man hurtig auf einen weiteren Auftrag zu sprechen. Anscheinend hielt seit mehreren Tagen ein roter Parder (maraskanisch für: ein roter Panther) das Dorf in Atem, entführte Kinder, Alte, Junge, Männer und Frauen und benahm sich ganz allgemein wie ein Riesenarschloch. Und selbstverständlich war das alles die Schuld der Gruppe. Genervt von der Nörgelei der dämlichen Dorfbewohner machte Tjalf seinem Ärger Luft und konnte so immerhin von Khodnas Han eine Bezahlung für die bisherigen Aufgaben erstreiten. Angesichts der erlittenen Strapazen machte sich unter der Gruppe die Stimmung breit, den Parder Panther sein zu lassen und Richtung Heimat aufzubrechen, aber urplötzlich fand Yuan ein Herz für ketzerische, vorlaute und absolut undankbare Maraskaner und wollte sich von seinen neuen Freunden nicht trennen, ohne zuvor einen pantherförmigen Bettvorleger zu erwerben. Angesichts der bisherigen Entwicklung würde dann wahrscheinlich die beleidigte Schwester des Parders auftauchen und das Dorf terrorisieren, danach vermutlich der Hund des Parders, dann der Postbote, gefolgt vom örtlichen Parderexhibitionisten und so weiter und so weiter ad nauseam.

Würde die Crew endlich von der Insel herunterkommen? Was würde sie noch erleben? Waren Fauna, Flora und Einheimische noch nicht genug?
Dies und mehr wird die nächste Episode ergeben, wenn es wieder heißt: Tjalf, ich hacke den Weg frei!

Südmeerkampagne – 13. Episode: Durch die grüne Hölle: Echsengeschnetzeltes an Blutsoße

Ort der Handlung: In einem Echsenziggurat.
20. Rahja. (sic! Wir haben wirklich nicht einmal einen Tag durchbekommen!)

Das lange Warten hat ein Ende, endlich gibt es eine Antwort auf die drängenden Fragen der letzten Episode!
Die Gruppe schlich an den schlafenden Echsen vorbei, weiter in die Pyramide hinein und erreichte einen weiteren Raum, in dem sich eine Grube, gefüllt mit Schlangen und Echsen, eine geschlossene Tür und ein schmaler Steg über die Grube zur Tür hin befand. Vor der Tür gab es noch einen kleinen Vorsprung, der ausreichend Platz für 4 sehr dünne und gewandte Leute bot.
Mit traumwandlerischer Sicherheit balancierten Nostromo und Myrmidon, der winzigkleine Pirat, über den Steg zur Tür, dicht gefolgt von Tjalf und Yuan. Drei der Piraten machten sich ebenfalls auf, näher an den Vorsprung heranzulaufen, zwei schafften es auch halbwegs, der dritte hatte jedoch seine Schuhbändel auf, trat auf dieselben und rauschte zu den Schlangen hinab. Umgehend setzte ein weinerliches Geschrei ein, so dass sich Tjalf genötigt sah, den Jammerlappen aus der Grube zu ziehen und ihm den Mund zuzuhalten. Auf dem Steg liegend hörte die Piratenmimose jedoch nicht auf, zu jammern, ja, er erdreistete sich sogar, seine Arme und Beine anschwellen zu lassen. Ein kurzer Blick zur Jägerin bestätigte Nostromos Diagnose: Hier hatten wohl giftige Palmnattern zugebissen, dieser Mann würde sterben! Als gutmütiger Samariter, der er nun einmal ist, erbarmte sich Tjalf, den Mann von seinen Leiden zu erlösen und drückte ihm neben dem Mund auch noch die Nase zu. Wie beruhigende Musik klang das wilde Getrommel der Piratenfüsse auf dem Steg, wie Streicheln das hektische Klammern seiner zu Krallen verkrümmten Hände, bis schließlich ein borongefälliger Ausdruck des Friedens in die von geplatzten Adern gezeichneten, hervorgetretenen Augen und den von der abgebissenen Zungenspitze rotgefärbten Mund des armen Piraten trat. Wenigstens hatte er eine sanften Tod gehabt!

In der Zwischenzeit hatte Myrmidon einen Blick in den hinter der Tür liegenden Raum geworfen und dort offenbarte sich das Ziel der gesamten Reise: Ein großer Kultraum mit einer durch 4 Treppen zu erreichenden Plattform mit Thron befand, auf dem sich ein Kobraechsenlurch samt Echsenzepter räkelte, davor ein kleiner Altar mit dem Kegel der Gnade. Weiterhin lungerten noch 12 Achaz, Krakonier und Wutechsen in dem Raum herum, regten sich jedoch momentan nicht. Leise schlich die Gruppe etwas in den Raum hinein, so dass auf dem Vorsprung Platz für weitere Piraten war. Als kleinster und unauffälligster wurde Myrmidon in den Raum geschickt mit dem Auftrag, sich den Kegel der Gnade zu schnappen, um dann so schnell wie möglich abzuhauen. Ohne Probleme gelangte der Kleinwüchsige auf die Plattform, wo er sich von dem Kobrahoncho beobachtet fühlte. Jedoch regte sich weder dieser noch die anderen Echsen im Raum und so ergriff er rasch den Kegel (der im übrigen ein ca. 40 cm großer Kristall war). Alsdann machte er sich lässig die Treppe hinunter, die Gruppe verliess leise das Ziggurat und gelangte bald zurück in das Dorf…. jedenfalls in Myrmidons Träumen, als ihn von hinten etwas ätzend-flüssiges in den Nacken traf und die bisher leblosen Echsenwesen urplötzlich ihren Modus wechselten und auf ihn zurannten. Hastig gab er Fersengeld, entschied sich dann aber dafür, den Kristall irgendwo in die Ecke zu donnern (angeblich hatte er damit auf den Rest der Gruppe an der Tür gezielt, damit diese ihn fangen konnten…), woraufhin sich bis auf einen Krakonier der Rest der kaltblütigen Bande auf den Kristall stürzte. In diesem Moment fing die Tür an, sich zu schließen und lediglich Tjalfs Geistesgegenwart sowie seinem zwischen Rahmen und Tür gerammten Entermesser war zu verdanken, dass ein ausreichender Spalt offenblieb, durch den die Piraten in den Raum strömten. Zur Unterstützung des Messers wurde von Nostromo noch der eben friedlich entschlummerte Pirat in den Türspalt gelegt. Geschickt lenkte Myrmidon seinen Verfolger zur Gruppe der Piraten und einige Hiebe von Nostromo und den Piraten sowie ein mächter Schlag von Tjalf schickten den Krakonier in die heiligen Jagdgründe. Mittlerweile ächzte das Entermesser in der Tür jedoch sehr und brach schließlich sogar, auch der Piratenleichnam gab bereits matschende Geräusche von sich, so dass eiligst zum Rückzug geblasen wurde. Der Großteil der Gruppe gelangte durch den Spalt, aber letztendlich waren Tjalf und drei weitere Piraten auf der anderen Seite gefangen. Wie ein Berserker hebelte Tjalf mit den Waffen der Piraten an der Tür herum (seine eigene Axt war ihm dann doch etwas zu schade für diese profane Aufgabe) und nach dem Verschleiss zweier Säbel sowie der Hilfe von der anderen Seite gelang es endlich, die Tür soweit zu öffnen, dass auch der Rest auf den Vorsprung fliehen konnte, bevor die Tür bis auf einen 20 cm breiten Spalt zufiel (hier verhinderten die Teile des Piraten ein komplettes Zufallen). Doch es blieb keine Zeit, sich zu erholen! Schon erklang von der anderen Seite des Stegs das Angstgeschrei der Piraten. Ein weiterer Trupp Echsenmenschen in Begleitung zweier Marus näherte sich der Position der Gruppe, die sich nun in einer recht misslichen Lage befand. Hinter ihnen ein Haufen Echsenmenschen, vor ihnen ein Haufen Echsenmenschen und viel zu wenig Platz! Die Jägerin, Yuan, Tjalf und Nostromo standen auf dem Vorsprung, während auf dem schmalen Steg die Piraten herumwankten, mitten unter ihnen Myrmidon, dessen Kampffähigkeit in etwa seiner Größe entsprach. Ein Schuss mit seiner Steinschleuder ging ins Leere, auch der Peitschenhieb versandete irgendwo im Nichts, während die Piraten vor ihm, die bisher als wirksamer Schutz vor Hieben fungiert hatten, von den Echsenmenschen verprügelt wurden. Um der drohenden Gefahr zu entkommen und die Lage zu entspannen, versuchte er also einfach auf den Vorsprung zu springen, bzw., da dieser mit Personen vollbesetzt war, auf einer der Personen zu landen. Gesagt, getan und schon klammerte sich Myrmidon auf Tjalfs Rucksack fest, der so gerade eine Gewandheits- und Körperkraftprobe schaffte und knapp verhinderte, dass sich beide auf den Weg in die Schlangengrube machten. Mit der Gewandheit eines Schlangenmenschen ging Myrmidon schließlich in den Handstand und entlastete somit den ständig vor sich hinmotzenden Tjalf. Währenddessen rückten die Piraten auf dem Steg vor und machten eine der Echsen platt, so dass sich Myrmidon mit einem weiteren beherzten Sprung auf den Steg… nein, neben den Steg katapultierte, kurz vor dem Absturz zu den geschuppten Freunden aber von Tjalf Yuan (Wirklich, Yuan! Er war zu diesem Zeitpunkt bei Bewusstsein!) aus der Luft geschnappt und auf den Steg gedonnert wurde.

In der Zwischenzeit beharkten Yuan und die Jägerin die Echsenmenschen auf der anderen Seite der Grube und konnten sogar einige ausschalten, bis ihre Pfeile aufgebraucht waren. Für jeden 5 waren dann wohl doch nicht ganz ausreichend gewesen. Aber DAS hatte ja vorher wirklich niemand ahnen können.

Auf der anderen Seite der Tür entschloss sich Trr-Zall, stolzer Achazkrieger in 8. Generation, einen Blick durch den Türspalt zu werfen, um zu schauen, was die Schuppenlosen auf der anderen Seite wohl trieben. Für den Bruchteil einer Sekunde konnte er das blutunterlaufene Auge des wütend herumbrüllenden Tjalf erkennen, dann sah er eine heransausende Axt und danach nichts mehr, als ihm Tjalfs Orknase den Schädel spaltete. Beherzt hackte der Thorwaler Teile des Schädels ab, griff sich diese und drohte dann mit den bluttropfenden Schädelteilen den sich auf seiner Seite befindlichen Achaz. Diese zeigten sich zurecht beeindruckt und zogen sich ein wenig zurück, wurden jedoch letztendlich von den Piraten getötet, so dass lediglich die beiden Marus übrig blieben. Aufgrund ihrer Quadratlatschen und den dicken Plautzen trauten sich diese nicht über den Steg, der von den restlichen drei Piraten (und Myrmidon) mutig verteidigt wurde. Irgendwie war uns während des Kampfes auch noch die Jägerin abhanden gekommen, ebenso die Priesterin mit ihrer Karte. Stark dezimiert, eingekreist und teils verwundet, ideale Aussichten, diese Pattsituation zu durchbrechen!
Bevor die Verzweiflung jedoch zu groß werden konnte, ermannte sich Tjalf und spinste durch den Spalt in den Kultraum und siehe da: Dort hatte sich wieder alles beruhigt! Der Kristall war wieder an seinem Platz, die Echsenmenschen ebenso, lediglich die Marus hatten sich nun dekorativ auf der Plattform arrangiert.

Günstigerweise ließ sich auch die Türe wieder ohne Probleme öffnen und erneut schlich man in den Raum hinein. Anscheinend waren die Wächter wieder in ihre Schockstarre verfallen, denn selbst leichtes Anstupsen mit Tjalfs Axt brachte sie nicht dazu, sich zu bewegen. Man konnte förmlich das Klicken hören, als sich in seinem Kopf der Schalter auf „Blutiges Gemetzel“ umlegte und nach wenigen Sekunden stand Tjalf, über und über blutverschmiert mit erhobener Axt über den zermatschten Körpern der Echsenmenschen und brüllte seinen Triumph in die Welt hinaus. Rasch machte sich die Gruppe die Treppe hinauf, um auch den Marus und King Kobra den Garaus zu machen, doch leider, leider, leider erwachten diese aus ihrer Erstarrung, als der erste Fuß auf die Plattform gesetzt wurde. Angesichts von zwei 3-schrittgroßen, aufrechtgehenden Krokodilen mit Zweihandsäbeln wich die kleine Schar etwas die Treppen hinunter und fing von dort aus an, die Marus zu beschimpfen, während sich Myrmidon die rechte äussere Treppe hochschlich, um dem Kobralurch den Kegel abzuluchsen. Dummerweise hielt dieser sein Zepter jedoch nicht nur aus dekorativen Zwecken, sondern konnte damit auch kampftechnisch umgehen, so dass sich Myrmidon bald in der unangenehmen Lage fand, entweder mit einem Achazspeer dilettantisch zu parieren oder professionell waffenlos mit jeweils halbem Schaden!

Mittlerweile hatten die Marus es satt, sich von dahergelaufenen Menschen beleidigen zu lassen und Maru Nr. 2 machte sich eine andere Treppe herunter, um der Gruppe in den Rücken zu fallen. Diese, nicht dumm, stürmte jedoch einfach auf Maru Nr. 1 zu und verwickelte ihn in ein wüstes Handgemenge. Bei jeder der zwei Attacken des Marus zitterte der Tisch, bzw. ging ein erleichterter Seufzer durch die Runde, wenn wieder einmal ein Pirat Opfer der wuchtigen Hiebe der Wutechse wurde. Entschlossen, seinen thorwalschen Vorfahren keine Schande zu machen, säbelte Tjalf große Stücke aus seinem Gegner, währen die Hiebe von Nostromo, den Piraten und Yuan zum größten Teil in der Rüstung des Monster stecken blieben. Zielsicher zerschnetzelte die Echse einen Piraten und knockte, (endlich!) auch Yuan um, wurde im Gegenzug jedoch von einer glücklichen Attacke von Tjalf mit lustigen 26 TP zerhackstückelt. Gerade noch rechtzeitig, denn in dem Augenblick hiefte sich auch bereits Maru Nr. 2 die Platform hinauf und zögerte keinen Augenblick damit, auf die Überlebenden einzuschlagen.

Da Myrmdion mittlerweile arg in Bedrängnis geriet und weiter als je zuvor davon entfernt war, den Kristall in die Finger zu bekommen, wurde ein Pirat strategisch an diese Front verlegt, nur um vom Echsenkobralama genau ins Auge gespuckt und geblendet zu werden. Weiteres Herumgespucke liess Myrmidon mit schwindenden Sinnen umfallen, so dass der blindkämpfende Pirat nun auf sich alleine gestellt war. In einer unglaublichen Demonstration von Würfelglück parierte er jedoch intuitiv diverse Attacken und traf sogar gelegentlich seinen Gegner mit zielsicher geworfenen 4er und 3ern.

Auf der Maruseite machte sich langsam aber sicher ein Piratenmangel bemerkbar, als auch der letzte tapfere Begleiter ein Zweihandsäbel zwischen die Zähne bekam. Jeweils auf einstelliger Lebenspunktezahl war an Aufgeben jedoch nicht zu denken und der Kampf ging in seine Endphase. Zack, sauste die gewaltige Waffe der Wutechse auf Tjalf zu, der trotz Erleichterung durch Überzahl einen Punkt über seinen Paradewert würfelte! Angesichts von 6 LeP würde das wohl das Ende des tapferen Reckens bedeuten, schon berührte die rasiermesserscharfe Klinge seine Wange, schon trat Blut aus der Wunde aus als…. bemerkt wurde, dass er erst neulich seine KK gesteigert hatte, was zu einem um 1 erhöhten Paradebasiswert führte, was wiederum bedeutete, dass seine Parade geglückt war… Wie von Zauberhand legte sich Tjalfs Orknase zwischen sein edles Antlitz und den Krummsäbel und mit der Wut der durch Vergesslichkeit in Gefahr Geratenen hagelte es im Gegenzug wütende Hiebe gegen die mittlerweile nur noch ärgerlich aussehende Wutechse. Zielsicher warf Nostromo bei seinem Treffer einen TP zu wenig, so dass es, wieder einmal Tjalf vergönnt war, auch diesen Maru in blutige Einzelteile zu hacken!

Mit großen Schritten rannten die beiden Überlebenden auf die Lamaechse zu, wurden jedoch erst pariert und dann bespuckt! Nur eine zwischenzeitlich von Nostromo gewirkte Anrufung der Schildkröte für starke Haut (und glänzendes Haar) verhinderte hier Schlimmeres, so dass zwar auch der Meister im Blindkampf, Pirat Nr. 3 ohnmächtig zu Boden ging, danach aber Tjalfs Axt erneut ihren Weg in des Gegners Gehirn fand. Mit einem langsam ersterbenden Schrei hauchte der Kobrakröterich sein Leben aus und zerfiel alsdann erst zu Knochen und schliesslich zu Staub, ebenso wie die immer noch vor dem Steg herumlungernden Marus. Unerfreulicherweise schien das Ziggurat dem Trend zu folgen, als urplötzlich Steine und Staub von der Decke rieselte und ein gewaltiges Dröhnen und Wackeln durch die Pyramide lief. Es war wohl Zeit, hier wegzukommen!

Fazit:
Tjalf ist eine Urgewalt, der Avatar der Zerstörung, der Sendbote von blutigem Verstümmeln und Zerstören, sowie der Meister der Killsteals! 😉